TENNIS - NEWS AUS ALLER WELT

Tennis

Djokovic raus, Nadal mit Fehlstart (Fr, 19 Apr 2019)
Novak Djokovic ist beim ATP-Masters in Monte Carlo im Viertelfinale ausgeschieden. Der Weltranglistenerste unterlag dem 13 Plätze schlechter positionierten Russen Daniil Medwedew überraschend mit 3:6, 6:4, 2:6. Seit Melbourne in der Krise "Die French Open sind das ultimative Ziel auf Sand. Die Erwartungen sind, dass ich bei diesem Turnier auf dem Höhepunkt meiner Leistung bin, darauf ziele ich ab", sagte Djokovic, der bei den letzten drei Grand Slams triumphiert hatte: "Das ist nur das erste Turnier auf Sand, es ist eine lange Saison." Insgesamt war es erst die fünfte Turnierteilnahme des Serben in diesem Jahr. Djokovic hatte zu Jahresbeginn die Australian Open gewonnen, danach scheiterte er bei den Masters-Turnieren in Indian Wells (an Phillip Kohlschreiber) und Miami früh. Im vergangenen Jahr hatte es den 31-Jährigen in Monte Carlo bereits im Achtelfinale erwischt, als er am Österreicher Dominic Thiem scheiterte. 2013 und 2015 hatte Djokovic in Monte Carlo den Turniersieg gefeiert. Nadal kommt nach Fehlstart zurück Besser als Dauerrivale Djokovic erging es Sandplatz-König Rafael Nadal. Die Nummer zwei der Welt setzte sich gegen den Argentinier Guido Pella am Ende souverän mit 7:6 (7:1), 6:3 durch und zog ins Halbfinale ein. Dort trifft er auf den Kroaten Borna Coric oder den Italiener Fabio Fognini. Dabei musste Nadal jedoch zunächst einem Rückstand hinterher laufen. Pella holte sich die ersten drei Aufschlagspiele des Titelverteidigers und führte im ersten Satz bereits 4:1. Doch dann kämpfte sich Nadal ins Match und ließ dem Weltranglisten-35. in der Folge keine Chance. (SERVICE: Die Weltrangliste der Herren) Nadal triumphierte in den vergangenen drei Jahren in Monte Carlo, insgesamt greift er nach seinem zwölften Turniersieg im Fürstentum.
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Sharapova wird 32! Die Karriere der umstrittenen Tennisqueen (Fri, 19 Apr 2019)
Die Karriere von  Maria Sharapova in Bildern: Maria Sharapova feiert heute ihren 32. Geburtstag. Mit einer Dopingsperre sorgt die Russin 2017 für Aufsehen und versucht seither, an ihre früheren Leistungen anzuknüpfen. SPORT1 wirft einen Blick auf ihre Karriere.
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Fed Cup: Petkovic feiert Coup (Fri, 19 Apr 2019)
Andrea Petkovic hat das deutsche Fed-Cup-Team im Playoff um den Verbleib in der Weltgruppe gegen Lettland in Riga mit 1:0 in Führung gebracht. Die Nummer 71 der Welt gewann das Auftakteinzel gegen die frühere French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko mit 7:5, 6:4. Das zweite Match bestreiten im Anschluss Julia Görges und Diana Marcinkevica. Petkovic lässt ihren Frust ab "Ich wollte unbedingt für mein Team diesen ersten Punkt holen", sagte Petkovic, die bei eigener 5:4-Führung im zweiten Durchgang aus Frust über einen verlorenen Punkt ihren Schläger kurz durch die Gegend geworfen hatte. "Ich habe mir damit ein bisschen Luft verschafft, und danach ging es dann auch besser", sagte sie. Obwohl Sportler "ja immer sehr allergisch reagieren", wenn von der Favoritenrolle die Rede ist, "müssen wir uns jetzt schon trauen, zu sagen, dass wir in der besseren Position sind", stellte die 31-Jährige nach dem Sieg gegen die in der Weltrangliste 42 Plätze über ihr stehende Ostapenko fest. Am Ende steht ein souveräner Sieg Die Partie zwischen Petkovic und Ostapenko war geprägt von zahlreichen Breaks auf beiden Seiten. Im ersten Satz verlor Ostapenko viermal ihren Aufschlag, einmal mehr als Petkovic, die nach einer Stunde den Satzball zum 7:5 verwandelte. Im zweiten Durchgang führte Petkovic schnell mit 5:2 und brachte das Match nach 1:34 Stunden sicher nach Hause. (SERVICE: Fed-Cup-Ergebnisse)
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Zverev in der Krise - Absturz in Weltrangliste droht (Fri, 19 Apr 2019)
Nein, es läuft ganz und gar nicht so, wie Alexander Zverev sich das vorgestellt hat. Sein Jahr ist ein Auf und Ab, allerdings mit mehr Ab als Auf. In Monte Carlo traf ihn am Donnerstag nun der nächste Rückschlag. 6:7 (6:8), 1:6 unterlag der enttäuschende Zverev im Achtelfinale dem Italiener Fabio Fognini. Im Vorjahr hatte er beim Masters in seiner Wahlheimat noch das Halbfinale erreicht. "Es war sehr windig, und ich habe sehr schlecht gespielt, das ist die einfache Antwort", sagte Zverev nach seinem erneuten vorzeitigen Scheitern bei Sky. Wieder beklagte er zudem, dass ihm die Matchpraxis fehle, er behauptete aber: "Die werde ich in den nächsten Wochen bekommen." Sein nächstes Turnier wäre ab 27. April jenes in München. Für Barcelona in der kommenden Woche hat der Weltranglistendritte nicht gemeldet. Zverev droht abzurutschen Der Plan von Zverev, nach einer bislang eher durchwachsenen Saison auf Sand Matchpraxis zu sammeln, ging bislang nicht so recht auf: Er beantragte eine Wildcard für das 250er-Turnier in Marrakesch, verlor dort nach seinem Auftaktsieg gegen den Usbeken Denis Istomin aber in drei Sätzen gegen den Spanier Jaime Munar. Auch in Monte Carlo war das zweite Match schon das letzte. Wer früh verliert, bekommt keine Matchpraxis. Sollten seine Schwächen anhalten, könnte dies in absehbarer Zeit Auswirkungen auf die Weltrangliste haben: Zverev, der am Samstag 22 Jahre alt wird, verliert in dieser Woche bereits 270 Punkte. Im Vorjahr war er auf Sand enorm erfolgreich: Sieg in München, Sieg beim Masters in Madrid, Finale beim Masters in Rom. Selbst für einen Zverev in Bestform eine große Hypothek. Ein Abrutschen im Ranking droht. Wutanfall und Schläger zerstört Nur als Strohfeuer erwies sich in Monte Carlo der durchaus überzeugende Auftaktsieg von Zverev, ein 6:1, 6:4 gegen den aufstrebenden Kanadier Felix Auger-Aliassime. "Ich habe heute gezeigt", hatte er nach dem Match am Mittwoch noch erklärt, "dass ich mich nicht verloren habe. Ich war einfach in diesem Jahr oft nicht gesund." Gegen den sehr konzentriert spielenden Fognini aber verlor Zverev erst den Faden, dann auch die Nerven. Im ausgeglichenen ersten Satz gegen den Weltranglisten-18. missrieten Zverev vor allem die "big points", im zweiten aber klappte fast nichts mehr. Der gebürtige Hamburger wurde immer unsicherer, nach dem Aufschlagverlust zum 0:2 zeterte er wie ein Rohrspatz, nach dem 1:4 warf er den Schläger. Danach sah es fast so aus, als schenke Zverev das Match ab. Nein, es läuft nicht.
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Sharapova sagt Stuttgart-Start ab (Thu, 18 Apr 2019)
Die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin Maria Sharapova hat ihre Teilnahme beim WTA-Turnier in Stuttgart (22. bis 28. April) in der kommenden Woche abgesagt. Dies teilte die 31-Jährige am Donnerstag mit. "Ich mache sehr gute Fortschritte, aber bin noch nicht bereit, auf dem höchsten Level zu spielen", sagte die ehemalige Weltranglistenerste. Sharapova hatte sich im Februar einer Schulter-Operation unterziehen müssen. DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE Seit dem Erstrundenerfolg beim Hartplatzturnier in St. Petersburg Ende Januar gegen die Australierin Daria Gavrilova hat Sharapova kein Spiel absolvieren können.
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Aus im Achtelfinale: Zverev verliert Nerven und Faden (Thu, 18 Apr 2019)
Erst ratlos, dann chancenlos: Ein schwacher Alexander Zverev ist beim Masters-Turnier von Monte Carlo sang- und klanglos im Achtelfinale ausgeschieden. Der Weltranglistendritte unterlag dem Italiener Fabio Fognini nach einer vor allem im zweiten Satz enttäuschenden Vorstellung mit 6:7 (6:8), 1:6 und verpasste damit wie schon bei seinem Sandplatzsaison-Auftakt in Marrakesch den Einzug ins Viertelfinale. "Es war sehr windig, und ich habe sehr schlecht gespielt, das ist die einfache Antwort", sagte Zverev zu den Gründen für die Pleite in seiner Wahlheimat bei Sky: "Mir fehlen einfach Matches, die werde ich in den nächsten Wochen bekommen." Der 21 Jahre alte Zverev, im Vorjahr noch im Halbfinale, musste sich seinem elf Jahre älteren Kontrahenten nach 1:30 Stunden geschlagen geben und kassierte im dritten Duell mit dem Weltranglisten-18., dem zweiten auf Sand, die erste Niederlage. Zverev hadert mit sich selbst Vor allem im zweiten Durchgang ließ sich Zverev zu einigen Unbeherrschtheiten hinreißen - und zeigte eine teils ganz schlechte Körpersprache. Von seiner starken Sandplatz-Form des Jahres 2018, die ihn zum Masters-Sieg in Madrid und ins Finale von Rom führte, war Zverev weit entfernt. Seinen dritten Platz im ATP-Ranking wird er zumindest nach dem Turnier von Monte Carlo behalten - allerdings hat er in den kommenden Wochen enorm viele Punkte zu verteidigen.  DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE Zverev bot gegen den sehr unbequem zu spielenden Italiener, der zuvor bei elf Teilnahmen in Monte Carlo nur einmal über das Achtelfinale hinausgekommen war (Halbfinale 2013), im ersten Satz keine schlechte Leistung, fand aber bei den entscheidenden Punkten nicht die geeigneten Mittel. Der konzentriert aufspielende Fognini sicherte sich nach rund einer Stunde mit dem zweiten Satzball den ersten Durchgang. Im zweiten Satz haderte Zverev zunehmend mit seinem Spiel, wurde unsicher und schimpfte nach dem früh kassierten Break zum 0:2 wie ein Rohrspatz. Nach dem 1:4 flog der Schläger, dem Rückstand lief Zverev vergeblich hinterher, am Schluss ging gar nichts mehr. Wie Deutschlands Nummer eins das Spiel letztlich abschenkte, war bedenklich. Nadal ohne Probleme weiter Problemlos ins Viertelfinale seines Lieblingsturniers marschierte hingegen der elfmalige Monte-Carlo-Champion Rafael Nadal aus Spanien. Gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow, der am Vortag Jan-Lennard Struff ausgeschaltet hatte, siegte Nadal problemlos 6:4, 6:1 und blieb im elften Spiel in Folge im Monte Carlo Country Club ohne Satzverlust.  Zuletzt hatte der 32-Jährige, der nun auf den Argentinier Guido Pella trifft, 2017 bei seinem Auftaktsieg gegen den Briten Kyle Edmund über drei Sätze gehen müssen. Wie Nadal hatte auch der Weltranglistenerste Novak Djokovic (Serbien) keine Probleme auf dem Weg in die Runde der letzten Acht. Der Turniersieger von 2013 und 2015 setzte sich gegen Taylor Fritz (USA) 6:3, 6:0 durch. Djokovic, der erst im Finale auf Nadal treffen kann, bekommt es nun mit dem Russen Daniil Medwedew (Nr. 10) zu tun. 
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Rogerer Federer - Von einem Meilenstein zum nächsten (Thu, 18 Apr 2019)
Roger Federer Geboren: 8. August 1981 Familienstand: verheiratet, vier Kinder Größte Erfolge: 20 Grand-Slam-Siege, 310 Wochen als Nr. 1 der Welt Roger Federer gilt als einer der besten Tennis-Spieler der Geschichte. Die Liste seiner Erfolge ist endlos und die Rekorde, die der Schweizer aufgestellt hat, einzigartig. 310 Wochen lang führte die Tennis-Ikone die Weltrangliste an - keinem anderen ist das länger gelungen. Noch hat der Maestro aber nicht genug: Turniersiege, Preise, Auszeichnungen - SPORT1 blickt auf Federers Traumkarriere. 1998: Durchbruch dank Wimbledon-Sieg Bereits im zarten Alter von drei Jahren macht Federer die ersten Versuche auf dem Tennisplatz. Anders als bei vielen anderen Tennisgrößen wird ihm die Leidenschaft aber nicht in die Wiege gelegt. Der sportlich vielseitig talentierte Federer entscheidet sich mit zwölf Jahren selbst, sein Fußballtalent nicht weiter zu fördern und alles auf die Karte Tennis zu setzen. Im Gegensatz zu Stars wie Steffi Graf und Andre Agassi sorgt Federer in seinen ersten Jahren nicht sofort für Furore. Die ersten nationalen Erfolge stellen sich 1993 ein, der endgültige Durchbruch gelingt 1998 mit dem Wimbledon-Sieg der Juniorentour - ein Fingerzeig für seine weitere Karriere. Das Debüt bei den Profis lässt nicht lange auf sich warten. 1999 bestreitet Federer seine erste komplette Saison bei den "Großen" und tritt bei den French Open erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier an. Gegen den Australier Patrick Rafter muss sich Federer in vier Sätzen geschlagen geben. Nach starken Ergebnissen bei vielen Hallenturnieren beendet er das Jahr als 64. der Weltrangliste. 2000: Sprung in die Top 50 Mit dem Ziel, sich unter den 50 besten Spielern der Welt zu etablieren, startet Federer 2000 in seine zweite Profisaison. In Marseille erreicht er im Februar sein erstes Finale auf der ATP-Tour, das er gegen seinen älteren Landsmann Marc Rosset verliert - der Sprung in die Top 50 ist mit dem Einzug ins Endspiel trotzdem vollzogen. Trotz einiger bescheidener Leistungen bei wichtigen Turnieren nominiert sein Verband Federer für die Olympischen Spiele in Sydney, wo der damals 19-Jährige erstmals olympische Luft schnuppert. Er verpasst eine Medaille als Vierter nur knapp. Einen Erfolg feiert er auch auf privater Ebene. Bei den Spielen lernt er die damalige Tennisspielerin Mirka Vavrinec kennen, die heute seine Frau ist. Im Januar 2001 gewinnt Federer mit Martina Hingis beim Hopman-Cup in Perth. In seinem dritten ATP-Finale gelang ihm im folgenden Monat sein erster Turniersieg: In Mailand besiegt er den Franzosen Julien Boutter in drei Sätzen. 2002: Erster Erfolg bei Masters-Turnier Als Nummer 15 der Welt startet der Schweizer in Wimbledon. Dort trifft er im Achtelfinale auf den siebenmaligen Titelträger Pete Sampras. Nach fünf Sätzen steht Federer als Sieger fest und beendet damit Sampras' Serie von 31 Siegen in Folge in Wimbledon. Im Viertelfinale scheitert er jedoch am Briten Tim Henman. In Hamburg holt sich Federer im Mai 2002 seinen ersten Sieg bei einem Masters-Turnier. Im Oktober gehört er erstmals zu den zehn besten Spielern der Welt. Doch bei den vier Turnieren der höchsten Kategorie scheint Federer nicht in der Lage zu sein, seine besten Leistungen abzurufen. Sowohl in Paris als auch in Wimbledon scheitert der Schweizer bereits in Runde eins. Die Folge: Es wird offen von einer Grand-Slam-Blockade gesprochen. Trotzdem gelingt Federer die Teilnahme am Tennis Masters Cup, bei dem er sich bis ins Halbfinale kämpft. Die Saison beendet er als Nummer sechs der Welt. Doch Federer hat noch lange nicht genug. Als Ziel für die kommende Saison wird der Sprung unter die ersten Vier der Weltrangliste sowie ein Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier festgelegt. 2003: Erster Grand-Slam-Sieg in Wimbledon Mit dem Rückenwind von vier Turniersiegen reist Federer 2003 nach London. Dort erfüllt er sich am 6. Juli seinen ersten großen Traum: Im Wimbledon-Finale besiegt er Mark Philippoussis in drei Sätzen und feiert seinen ersten Grand-Slam-Titel. Damit erreicht der Tennis-Star nicht nur sein Saisonziel, sondern lässt auch seine Kritiker, die Federers Erfolglosigkeit bei großen Turnieren auf mentale Schwäche zurückführen, verstummen. Das Jahr 2004 beginnt mit einem weiteren Paukenschlag. "Superheld" Federer gewinnt die Australian Open und erobert gleichzeitig auch die Weltranglistenspitze, die er bis zum 17. August 2008 innehat. Beflügelt von seinem zweiten Grand-Slam-Erfolg eilt Federer in den folgenden Monaten von Sieg zu Sieg. Neben seinem zweiten Triumph in Wimbledon und acht weiteren Turniersiegen feiert er im September seinen ersten Sieg bei den US Open in New York. Einziger Wermutstropfen in seinem bis dahin erfolgreichsten Jahr ist das Abschneiden bei den Olympischen Spielen in Athen. Als klarerer Medaillenkandidat und Fahnenträger führt Federer die Schweizer Delegation ins Olympiastadion. Im Einzel ereilt ihn das Aus in der zweiten Runde gegen den Tschechen Tomas Berdych. 2005: Längste Siegesserie mit 35 Spielen 2005 liegt Federers großes Augenmerk auf dem erstmaligen Sieg bei den French Open. Im Halbfinale muss er sich jedoch dem spanischen Emporkömmling Rafael Nadal, der ihm in der Weltrangliste gefährlich auf die Pelle rückt, geschlagen geben. Es folgt Federers bis dato längste Siegesserie. Diese beendet erst der Argentinier David Nalbandian Ende November im Finale des Masters Cups nach 35 Spielen. In ihrem Verlauf gewinnt Federer fünf Turniere, unter anderem Wimbledon und die US Open. Aber nicht nur die fünflängste Erfolgsserie im Profitennis bricht damit ab, Federer (81 Siege, 4 Niederlagen) verpasst es zudem, die beste Profisaison von John McEnroe aus dem Jahr 1984 zu egalisieren. 2006 wird Nadal nach Federers hervorragendem Start ins Jahr (Sieg bei den Australian Open und den Masters-Turnieren von Indian Wells und Miami) zu seinem Schreckgespenst. Bei fünf Turnieren muss er sich dem Spanier im Finale geschlagen geben. Auch bei den French Open triumphiert Nadal. Wimbledon 2006: Federer revanchiert sich bei Nadal In Wimbledon schlägt Federer jedoch zurück. In seinem "Wohnzimmer" gewinnt er in vier Sätzen. Davon motiviert lässt er sechs Turniersiege, unter anderem bei den US Open, im weiteren Verlauf des Jahres folgen. Mit seinem Turniersieg in Madrid im Oktober bricht der Schweizer den Rekord von Jimmy Connors, der in den 1970er-Jahren die Tennis-Weltrangliste insgesamt 160 Wochen ununterbrochen angeführt hatte. 2006 wird zur besten Saison seiner Karriere und sogar eine der erfolgreichsten in der Geschichte. Zwölf Turnier-Siege stehen am Ende zu Buche. In 17 gespielten Turnieren erreicht Federer 16 Mal das Finale - eine bis heute unübertroffene Marke. Nur der Sieg bei den French Open fehlt dem Schweizer, um den größten Erfolg im Tennis - den Grand Slam - perfekt zu machen. In der Saison 2007 will Federer diesen Traum wahr werden lassen. Aber erneut ist es Dauerkonkurrent Nadal, der in Paris Federers Hoffnung auf den Sieg bei allen vier Grand-Slam-Turnieren in einem Jahr zunichtemacht. 2008: Gold bei Olympia in Peking Ohne Grand-Slam-Rückenwind und geschwächt vom Pfeifferschen Drüsenfieber will Federer 2008 in Wimbledon zum sechsten Mal in Folge siegen. Nach 5:05 Stunden Spielzeit muss er sich nach einem der besten Spiele der Tennis-Geschichte jedoch Nadal in fünf Sätzen geschlagen geben - Federers Siegesserie auf Rasen reißt nach 65 Spielen. Trotz des Verlusts der Führung in der Weltrangliste endet das Jahr für Federer erfolgreich. Mit seinem Landsmann Stanislas Wawrinka gewinnt er Gold bei den Olympischen Spielen in Peking. Bei den US Open gelingt Federer nach drei sieglosen Teilnahmen in Folge wieder der Titelgewinn bei einem Grand-Slam-Turnier. Im Finale schlägt er den Schotten Andy Murray. Im Mai 2009 erfüllt sich Federer einen weiteren großen Traum: Im Finale der French Open besiegt er Robin Söderling und wird durch den Erfolg der sechste Spieler in der Geschichte, der alle vier Turniere der höchsten Kategorie mindestens einmal für sich entschied. Nur wenige Wochen später lässt er den sechsten Wimbledonsieg folgen. Da der Titelverteidiger und Weltranglistenerste Nadal seine Teilnahme aufgrund einer Verletzung absagen muss, erobert Federer den ersten Platz in der Weltrangliste nach einer Unterbrechung von 46 Wochen zurück. Mit seinem 15. Grand-Slam-Titel überholt er zudem Sampras und wird zum neuen Rekordchampion. 2009: Hochzeit mit Mirka Federer-Vavrinec Auch privat läuft es 2009 rund. Am 11. April heiratet der "Maestro" seine Mirka Federer-Vavrinec, am 23. Juli werden die Beiden Eltern von Zwillingstöchtern. Im Endspiel von Melbourne 2010 besiegt Federer Andy Murray in drei Sätzen und gewinnt die Australian Open zum vierten Mal - so oft hatte in "Down Under" bisher nur Andre Agassi gewonnen. Es bleibt sein einziger Grand-Slam-Titel in diesem Jahr. Das und der Turniersiegs von Nadal in Roland Garros haben den erneuten Verlust der Nummer eins in der Weltrangliste zur Folge. Nach einem erfolgreichen Start ins Jahr 2011 entzaubert Novak Djokovic Federer im Halbfinale der Australian Open 2011. Damit ist Federer erstmals seit Wimbledon 2003 nicht mehr im Besitz eines Grand-Slam-Titels. Mit dem Sieg bei den ATP World Tour Finals in Paris rettet er eine für ihn schwache Saison ohne Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier. Das soll sich im folgenden Jahr ändern. Federer schlägt Lokalmatador Murray im Wimbledon-Finale und feiert den siebten Sieg auf dem heiligen Rasen. Er übernimmt wieder die Spitze der Weltrangliste, stellt damit den von Sampras gehaltenen Rekord von 286 Wochen an der Weltranglistenspitze ein und wird eine Woche später zum alleinigen Rekordhalter. 2013: Schwarzes Jahr - Absturz aus Top 5 2013 wird für Federer zum schwarzen Jahr. Nach seinem einzigen Turniersieg des Jahres in Halle verliert er in Wimbledon in der zweiten Runde gegen Sergiy Stakhovsky (l.). Rückenbeschwerden erschweren das weitere Jahr. Federer fällt nach zehn Jahren erstmals aus den Top 5 der Weltrangliste. Dahin kehrt er 2014 nach fünf Turniersiegen wieder zurück. Der Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier bleibt ihm jedoch verwehrt. Bei seiner einzigen Finalteilnahme unterliegt er Djokovic in Wimbledon. Ein privates Highlight folgt im Mai: Nach den zwei Töchtern 2009 werden Federer und seine Frau fünf Jahre später Eltern von Zwillingssöhnen. Im November erfüllt er sich dann einen weiteren sportlichen Traum: "FedEx" gewinnt mit der Schweiz an der Seite von Wawrinka (l.) den Davis Cup. Federer sichert mit einem Sieg gegen Richard Gasquet den Erfolg über Frankreich. 2017: Comeback nach Knieverletzung Ein immer wiederkehrendes Ritual ist Federers große Geste bei den Swiss Indoors in Basel. Weil er einst dort selbst als Balljunge aktiv war, stattet er nach Siegen bei seinem Heimspiel den Ballkindern einen Besuch ab und veranstaltet ein gemeinsames Pizza-Essen. Federers Finalerfolg im Januar 2015 in Brisbane ist gleichbedeutend mit seinem 1000. Sieg auf der ATP-Tour. Er lässt fünf weitere Turniersiege in jenem Jahr folgen. Im Endspiel von Wimbledon, den US Open und dem ATP World Tour Final muss er sich allerdings jeweils Novak Djokovic geschlagen geben. Nach dem Halbfinal-Aus in Wimbledon gegen den Kanadier Milos Raonic beendet Federer die Saison 2016 vorzeitig wegen einer Knieverletzung. Sein Karriereende scheint nah. Doch nach dem Comeback beim Hopman Cup meldet sich Federer 2017 in Melbourne triumphal auf der großen Tennisbühne zurück. Nach Fünf-Satz-Siegen gegen Kei Nishikori und Wawrinka steht er im Finale der Australian Open. In diesem ringt er seinen alten Rivalen Nadal in fünf Sätzen nieder und gewinnt seinen 18. Grand-Slam-Titel. Federer ist mit 35 Jahren und 174 Tagen der älteste Grand-Slam-Champion seit 1972. 2017: Federer stürmt zu nächstem Wimbledon-Sieg Beim ersten ATP Masters-Turnier des Jahres in Indian Wells kommt es wieder zum Gigantentreffen. Dieses Mal aber schon im Achtelfinale - so früh wie lange nicht mehr. Federer spielt wie bereits in Melbourne triumphal auf und fegt seinen Angstgegner mit 6:2 und 6:3 vom Center Court. Danach ist der Schweizer in der kalifornischen Wüste nicht mehr aufzuhalten. Im Finale kommt es zum 23. Duell mit Wawrinka. Der "Maestro" gewinnt und wird - ganz nebenbei - mit fünf Titeln zum Rekordsieger des "fünften Grand-Slam-Turniers". Seine bestechende Form nimmt er mit nach Miami und schlägt im Finale des Masters-Turniers Nadal klar in zwei Sätzen. Auf die anstehende Sandplatzsaison verzichtet er. In Deutschland bringt sich Federer im Juni in Rasenform. Nach einer Niederlage gegen Tommy Haas in Stuttgart holt er sich den Sieg in Halle. Im Endspiel zeigt er der deutschen Hoffnung Alexander Zverev die Grenzen auf. Es folgen Federers vielleicht beste Wochen in Wimbledon. Mit seinem achten Sieg lässt er sein Idol Pete Sampras und den legendären Briten William Renshaw in der ewigen Bestenliste hinter sich. Ohne Satzverlust pflügt sich der Rasenkönig zum elften Mal in das Finale von Wimbledon. In diesem lässt er dem angeschlagenen Marin Cilic keine Chance, gewinnt ebenfalls in drei Sätzen. Beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres muss er sich im Viertelfinale dem Argentinier Juan Martin del Potro geschlagen geben. 2018: Rückkehr auf Platz eins Im australischen Melbourne aber findet Federer 2018 zu alter Stärke zurück und stürmt regelrecht ins Endspiel der Australian Open. Dort trifft er wieder auf Marin Cilic, und diesmal macht ihm der Kroate das Leben richtig schwer, zwingt ihn in einen entscheidenden fünften Satz. Dort ist gegen den 36-Jährigen aber kein Kraut gewachsen. Mit 6:1 behält Federer die Oberhand und strickt damit weiter fleißig an der eigenen Legende. Der Schweizer gewinnt zum sechsten Mal die Australian Open und holt damit seinen 20. Titel bei Grand-Slam-Turnieren. Im Februar 2018 kehrt das Schweizer Tennis-Idol nach rund fünfeinhalb Jahren auf den Tennis-Thron zurück. Federer gewinnt in Rotterdam sein Viertelfinale gegen den Niederländer Robin Haase 4:6, 6:1, 6:1 und wird damit erstmals seit Oktober 2012 wieder als Nummer eins der Weltrangliste geführt. Mit 36 Jahren, sechs Monaten und elf Tagen avanciert der Eidgenosse zum ältesten Spieler, der je an der Spitze des Rankings stand. Bislang hielt der US-Amerikaner Andre Agassi den Rekord, der im April 2003 mit 33 Jahren und 131 Tagen das Ranking anführte. Eine weitere Bestmarke, die "FedEx" nun auch hält, ist die für den größten Zeitabstand - mehr als 14 Jahre - zwischen zwei Regentschaften: Erstmals war er die Nummer eins im Tennis am 2. Februar 2004 - am 19. Februar 2018 wieder. 100. Titel der Karriere Nachdem Federer 2018 wie 2017 die komplette Sandplatzsaison inklusive der French Open auslässt, meldet er sich beim Mercedes Cup in Stuttgart im Juni 2018 eindrucksvoll zurück. Zum ersten Mal gewinnt der Schweizer das Turnier im Finale gegen den Kanadier Milos Raonic. Auf dem Stuttgarter Rasen heimst er seinen 98. Single-Titel auf der ATP-Tour ein. Mit dem Halbfinaleinzug und anschließenden Sieg zieht der Schweizer erneut an Nadal vorbei und übernimmt wieder die Spitze in der Weltrangliste - als ältester Führender aller Zeiten. Bereits im Oktober 2018 feiert er beim Swiss Indoors ATP 500 Turnier den 99. Erfolg. Danach muss er sich eine Weile gedulden, bis er in den elitären 100er-Klub eintreten kann. Zu Beginn des Jahres 2019 verteidigt der Schweizer mit Belinda Bencic den Titel beim Hopman Cup. Im Finale setzen sie sich gegen das deutsche Duo Angelique Kerber und Alexander Zverev durch. Damit revanchiert sich Federer für die Halbfinal-Pleite gegen Zverev bei den ATP Finals. Mit 7:5, 7:6 hatte der Deutsche damals das bessere Ende für sich. Mit seinem Turniersieg in Dubai - im Finale besiegt er Stefanos Tsitsipas - schreibt Federer erneut Geschichte - neben Jimmy Connors ist der Schweizer der einzige Spieler, der mindestens 100 Einzelsiege auf dem Konto hat. Ein weiterer Meilenstein in einer außergewöhnlichen Karriere. Der 101. Titel folgt am Miami Masters, wo er sich in zwei Sätzen gegen John Isner durchsetzt. Doch noch ist die Tennislegende nicht damit fertig, weitere Rekorde aufzustellen.
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Dank Wildcard: Topspieler schlägt in München auf (Thu, 18 Apr 2019)
Die Organisatoren des ATP-Turniers in München können mit einem weiteren Topspieler aufwarten. Turnierdirektor Patrik Kühnen vergab am Donnerstag eine Wildcard für die BMW Open (ab 29. April) an den Russen Karen Khachanov. Der 22-Jährige ist derzeit die Nummer zwölf der Weltrangliste. Er wird bei dem Sandplatzturnier auf der Anlage des MTTC Iphitos damit hinter Titelverteidiger Alexander Zverev an Nummer zwei gesetzt werden. Darüber hinaus treten in München vier weitere Spieler aus den Top 25 der Weltrangliste an: Marco Cecchinato (Italien/16.), Roberto Bautista Agut (Spanien/22.), Kyle Edmund (Großbritannien/23.) und Diego Schwartzman (Argentinien/24.). DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE Zum traditionell großen deutschen Aufgebot gehört auch der dreimalige Turniersieger Philipp Kohlschreiber.
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