TENNIS - NEWS AUS ALLER WELT

Tennis

Der Unkaputtbare (Di, 28 Jan 2020)
Roger Federer blieb ganz bei sich. In einem dramatischen Fünf-Satz-Match hatte er soeben den US-Amerikaner Tennys Sandgren bezwungen und zog damit ins Halbfinale der Australian Open ein, indem er auf Novak Djokovic trifft. DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE Dabei hatte der Ausnahmekönner, sprichwörtlich mit dem Rücken zur Wand, im vierten Satz gleich sieben Matchbälle abgewehrt. Allein diese Tatsache hätte für die meisten Tennis-Profis wohl ausgereicht, um einen lauten Jubelschrei, gespeist aus Adrenalin und Emotion, ins weite Rund der Rod-Laver-Arena rauszulassen. Federer aber blieb cool. Federer spielte nach einem souverän gewonnenen ersten Satz ohne Rhythmus und unerwartet fehlerhaft. Im dritten Satz kassierte er wegen eines Fluchs sogar eine Verwarnung, zuvor hatte die Nummer drei der Weltrangliste bei einem Breakball für sich eine Rückhand ins Netz geschlagen. "Ich sollte schon Ski fahren sein in der Schweiz. Aber du musst auch mal Glück haben. Wenn du sieben Matchbälle hast, hast du nichts unter Kontrolle", erzählte er anschließend am Mikrofon von Ex-Profi Jim Courier. "Er hat sein Match gespielt. Irgendwann ging der Druck bei mir weg. Ich habe es nicht verdient, bin aber trotzdem sehr glücklich." Federer hat noch nie vorzeitig aufgegeben Der 38-Jährige lieferte eine korrekte Einschätzung des vorangegangenen Matchs ab. Denn vor dem Tiebreak im vierten Satz lag statistisch gesehen seine Gewinnwahrscheinlichkeit bei nur noch 21 Prozent, in der Kategorie Winner lag Federer deutlich im Hintertreffen. Probleme an Leiste und Bein ließen Federer zwischenzeitlich chancenlos aussehen. Auch ein Medical Timeout brachte zunächst nicht den erhofften Umschwung. Einige Fans hatten nach dem zweiten verlorenen Satz bereits mit einer Aufgabe von Federer gerechnet. Doch dies sollte sich als völlig unbegründet herausstellen, was eine unfassbare Zahl beweist: In den 1.511 zuvor gespielten Matches hat er noch nie verletzungsbedingt aufgegeben. Stattdessen kämpfte Federer sich in die Partie zurück und überzeugte dabei mit jenen Eigenschaften, die ihn zur Legende reifen ließen. Zwei Sätze in Rückstand gegen einen vermeintlich unterlegenen Gegner? Für Federer, der im Kopf immer Punkt für Punkt spielt, kein Problem. Er bleibt ruhig und sucht nach Lösungen in seinem schier unerschöpflichen Reservoir an Techniken und Schlägen. Diese versucht er anschließend bestmöglich umzusetzen. Dabei fällt Federer, der als junger Spieler ein echter "Hitzkopf" war ,nur äußerst selten mit emotionalen Ausbrüchen auf. Bis auf seinen Schwyzerdütsch-Ruf "Chum jetze" (deutsch: Komm jetzt; Anm. d. Red.) und einer gelegentlichen Jubelfaust bleibt Federer eigentlich immer bei sich. Verwarnungen wegen verbaler Obszönität wie gegen Sandgren oder Gemecker wie gegen Millman sind eine absolute Rarität und machen Federer dann doch zum Menschen. Federer hat im Lauf seiner Karriere gelernt, dass ihm zu viele Emotionen beim Tennis schaden. Er fokussiert sich lieber auf sein Spiel und den nächsten Punkt. "Wenn Sie sich für das Beste halten, werden Sie bestraft" Ein weiterer Faktor, warum Federer auch mit 38 Jahren noch absolute Weltklasse verkörpert, ist seine Fähigkeit zur Weiterentwicklung. Zwischenzeitlich kassierte er gegen Rafael Nadal Niederlage um Niederlage. Federer schluckte seinen Frust und die Wut hinunter und arbeitete an Lösungen, bis er Nadal - zumindest außerhalb von Sandplätzen -  wieder schlagen konnte. "Ein Tennisspieler muss seine Stärken und Schwächen kennen. Wenn sie ihre Schwächen ignorieren, wenn Sie sich für das Beste halten, werden sie bestraft", schilderte Federer seine Einstellung zum Thema Weiterentwicklung. Zudem profitiert "Fedex" inzwischen natürlich auch von seinem großen Erfahrungsschatz aus über 1.500 Matches auf der Tour. Federer erklärte dazu: "Ich bin dankbar für alles, was ich erlebt habe. Es motiviert mich auch, bringt mich dazu, mir vorzustellen, wie ich mich selbst retten oder neu erfinden kann, um noch länger auf der Tour zu bleiben." Auch gegen Sandgren profitierte er davon, als er die Partie im fünften Satz doch noch zu seinen Gunsten entschied. "Mythos Federer" als Schlüsselfaktor Doch der wohl wichtigste Grund für die Wende zu Gunsten Federers ist der "Mythos Federer". Mit 20 Grand-Slam-Titeln und zahlreichen weiteren Rekorden verströmt der Schweizer eine ganz besondere Aura. Dazu wirkt sein Spielstil sehr elegant und sein Charisma kommt rund um den Globus gut an. Auch die Fan-Unterstützung ist Federer bei nahezu jedem Turnier sicher. Im Zweitrunden-Duell gegen Lokalmatador John Millman, das er erst im Match-Tiebreak nach einem 4:8-Rückstand für sich entschied, jubelten ihm die Zuschauer mindestens genauso zu wie ihrem Landsmann. Kommt nun ein auf großer Bühne unerfahrener Federer-Gegner in die Situation, dass er tatsächlich die Chance hat, den "Maestro" aus dem Turnier zu werfeb, spielen all diese Faktoren eine Rolle. Was zuvor scheinbar mühelos war, wird in der entscheidenden Phase plötzlich unglaublich schwer. Denn wohl jeder Spieler außerhalb der Top 20 hat im Kopf, wie sehr ein Sieg über das Tennis-Denkmal Federer die Karriere verändern kann. Mit einem Schlag wäre das Rampenlicht plötzlich da. Federer dagegen kennt jegliche Druck-Situation. So wehrte er 2003 in Cincinnati gegen einen gewissen Scott Draper in der ersten Runde schon einmal sieben Matchbälle ab und gewann. Federer mit imposanter Halbfinal-Statistik Obwohl der Druck auf Federers Schultern liegen müsste, zwingt ein enger Spielstand auf einmal seinen Gegner zum Nachdenken. Ein Faktor, der auch bei Nadal und Novak Djokovic oftmals ins Spiel kommt und auch ein Grund für die Dominanz der "Big 3" in den vergangenen Jahren ist. Auch Sandgren kam gegen den sichtbar angeschlagenen Federer ins Grübeln und ließ gleich sieben Chancen zur Sensation liegen, stattdessen gewann wieder einmal Federer. Der Schweizer hat seit Wimbledon 2003 unglaubliche 73 Prozent aller Halbfinals bei Grand-Slam-Turnieren erreicht. Eine märchenhafte Statistik, die Federer auch durch seine besonderen Fähigkeiten in scheinbar ausweglosen Situationen erreichen konnte.
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Kerber und Görges fallen für Fed Cup aus (Tue, 28 Jan 2020)
Die deutschen Tennis-Damen treten beim Fed-Cup-Duell in Brasilien ohne ihre Topspielerinnen Angelique Kerber und Julia Görges an. Stattdessen sollen bei der Premiere des neuen Fed-Cup-Kapitäns Rainer Schüttler Laura Siegemund, Tatjana Maria, Anna-Lena Friedsam und Antonia Lottner am 7. und 8. Februar in Florianopolis die Chance auf das neu geschaffene Finalturnier im April in Budapest ergreifen. DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE  "Natürlich ist es schade, dass Angelique und Julia nicht zur Verfügung stehen, aber bei Angie muss die Oberschenkelverletzung jetzt erstmal voll ausheilen", sagte Schüttler. Schüttler glaubt trotzdem an Qualifikation  Görges hatte nach Angaben des Deutsche Tennis Bundes (DTB) schon früh signalisiert, nicht zur Verfügung zu stehen. "Ich bin überzeugt, dass wir die Qualifikation überstehen und uns für die Finals in Budapest qualifizieren", ergänzte Schüttler. Vier Einzel und ein Doppel werden in der Qualifikationsrunde gespielt. Gastgeber Ungarn, die letztjährigen Finalisten Frankreich und Australien sowie Tschechien (Wildcard) sind bereits für Budapest qualifiziert.
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Djokovic im Halbfinale - Federer bittet zum Jubiläums-Duell (Tue, 28 Jan 2020)
Titelverteidiger und Rekordsieger Novak Djokovic hat zum achten Mal das Halbfinale der Australian Open erreicht. Der Weltranglistenzweite besiegte Milos Raonic (Kanada), der wie sonst nur Alexander Zverev (Hamburg) ohne Satzverlust ins Viertelfinale eingezogen war, mit 6:4, 6:3, 7:6 (7:1). Nach seinen bisherigen sieben Halbfinalteilnahmen hat der Serbe in Melbourne jeweils gewonnen.  Djokovic trifft in seinem 37. Grand-Slam-Halbfinale nun zum 50. Mal in seiner Karriere auf Roger Federer (Schweiz). "Ich habe großen Respekt vor allem, was Roger erreicht hat. Die Duelle mit ihm und Rafa (Anm.: Rafael Nadal) haben mich zu dem Spieler gemacht, der ich heute bin", sagte er im Court-Interview mit US-Legende John McEnroe. Djoker liegt im direkten Duell vorne Im direkten Vergleich mit Grand-Slam-Rekordsieger (20) Federer führt Djokovic mit 26:23. Unter anderem duellierten sich die beiden im vergangenen Jahr in einem legendären Finale in Wimbledon, das Djokovic 13:12 (7:3) im letzten Satz gewann. In Melbourne standen sie sich zuletzt 2016 im Halbfinale gegenüber. Federer zog nach einem dramatischen Match und der Abwehr von sieben Matchbällen ins Halbfinale ein. Er besiegte Tennys Sandgren aus den USA, nur die Nummer 100 der Weltrangliste, mit 6:3, 2:6, 2:6, 7:6 (10:8), 6:3. Federer hat die Australian Open zwischen 2004 und 2018 sechsmal gewonnen. Seit seinem letzten Erfolg in Melbourne ist er ohne Sieg bei Grand Slams.
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Mega-Comeback! Brachte Ballmädchen Federer auf Kurs? (Tue, 28 Jan 2020)
Mega-Comeback von Roger Federer bei den Australian Open! Der Schweizer setzte sich in einem wahnsinnigen Fünf-Satz-Krimi gegen den US-Amerikaner Tennys Sandgren mit 6:3, 2:6, 2:6, 7:6 und 6:3 durch. Dabei wehrte Federer sieben Matchbälle von Sandgren im vierten Durchgang ab. Kurios: Im Tie-Break in Satz vier - es stand 3:3 - lief ein Ballmädchen in Sandgren beim Seitenwechsel hinein und rammte ihm dabei das Knie in die Wade. Sandgren schrie laut auf und beschwerte sich über diesen Vorfall sogar bei Stuhlschiedsrichterin Marijana Veljovic. Sandgren: "Hat mich nicht abgelenkt" Danach humpelte der US-Amerikaner und gab den Tie-Break noch aus der Hand, obwohl er drei Matchbälle in Serie hatte. Anschließend holte sich Federer auch noch den entscheidenden fünften Satz. Dass ihn dieser Vorfall abgelenkt habe, bestritt Sandgren nach dem Spiel. "Körperlich war es schon schmerzhaft. Aber es hat mich nicht abgelenkt. Sie hat sich entschuldigt", sagte er: "Ich habe schon einen Stich gespürt. Doch als das Match weiterging, hat es mich nicht beeinträchtigt."   Den fünften Satz gewann Federer dann relativ locker. Federer: "Sollte schon Ski fahren sein" "Ich sollte schon Ski fahren sein in der Schweiz. Aber du musst auch mal Glück haben. Wenn du sieben Matchbälle hast, hast du nichts unter Kontrolle. Er hat sein Match gespielt. Irgendwann ging der Druck bei mir weg. Ich habe es nicht verdient, bin aber trotzdem sehr glücklich", sagte Federer nach der Partie.  DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE Federer spielte nach einem souverän gewonnenen ersten Satz ohne Rhythmus und unerwartet fehlerhaft. Im dritten Satz kassierte er wegen eines Fluchs sogar eine Verwarnung, zuvor hatte die Nummer drei der Weltrangliste bei einem Breakball für sich eine Rückhand ins Netz geschlagen. Angeschlagen nahm Federer anschließend ein Medical Timeout, nachdem er zuvor völlig von der Rolle war. "Ich habe viel Tennis in den Knochen. Ich spürte meine Beine und bekam dann eine Behandlung", erklärte der Schweizer. Anschließend deutete wenig auf einen Sieg Federers hin, der den dritten Satz sang- und klanglos abgab und weiterhin gehandicapt wirkte.  Sandgren lässt sieben Matchbälle liegen Im vierten Durchgang lag Sandgren bereits mit einem Break in Führung und hatte vier Matchbälle, bevor der US-Amerikaner wohl ins Grübeln kam und Federer wieder in die Partie brachte. Den anschließenden Tie-Break konnte Federer am Ende mit 10:8 für sich entscheiden, obwohl Sandgren zwischenzeitlich drei Chancen in Folge auf den Sensations-Coup hatte.  Im entscheidenden fünften Satz stellte Federer mit einem Break im sechsten Spiel die Weichen auf Sieg und wirkte dabei wieder deutlich befreiter als über weite Strecken der Partie. Auch in den zwei Runden zuvor hatte die Nummer drei der Tennis-Welt Probleme gehabt und war in der dritten Runde gegen den Australier John Millman nur zwei Punkte vom Aus entfernt gewesen.  Federer trifft nun auf Novak Djokovic im Halbfinale - bereits das 50. Duell mit dem Serben.  
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Favoriten stehen im Halbfinale der Australian Open (Tue, 28 Jan 2020)
Mit den Australian Open (täglich im LIVETICKER bei SPORT1) steigt in Melbourne das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres. Vom 20. Januar bis zum 2. Februar treten Männer und Frauen beim mit 44 Millionen Euro dotierten Hartplatzturnier an. Die beiden Gewinner im Einzel erhalten jeweils 2,55 Millionen Euro und selbst die Verlierer der ersten Runde bekommen noch knapp 60.000 Euro. Das Preisgeld wurde damit um insgesamt 13,6 Prozent erhöht. Favoriten stehen im Halbfinale Novak Djokovic setzte sich in drei Sätzen gegen den Kanadier Milos Raonic durch. Der "Djoker" wackelte nur im letzten Satz etwas, konnte aber dann im Tiebreak das Match beenden. Auch Roger Federer steht im Halbfinale. Vom Papier hatte der Schweizer gegen den ungesetzten US-Boy Tennys Sandgren eine einfache Aufgabe, doch der Altmeister benötigte zu seinem Sieg fünf Sätzen und musste sogar sieben Matchbälle abwehren. Bei den Duellen der Damen bekamen die Australier feuchte Hände, als die Weltranglistenerste und Lokalmatadorin Ashleigh Barty es mit Petra Kvitova zu tun bekam. Zur Freude der Fans zog sie klar in die nächste Runde ein. Auch Sofia Kenin steht im Halbfinale. Sie setzte sich gegen die Außenseiterin Ons Jabeur durch. (Hier zum Spielplan der Australian Open 2020) Jetzt aktuelle Sportartikel kaufen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE SPORT1 präsentiert den Spielplan des achten Tages in Melbourne: Dienstag, 28. Januar: Viertelfinale Damen (Spielbeginn 1 Uhr MESZ): Sofia Kenin (14/USA) - Ons Jabeur (TUN) 6:4, 6:4 Ashleigh Barty (1/AUS) - Petra Kvitova (7/CZE) 7:6, 6:2 Viertelfinale Herren (Spielbeginn 4.30 Uhr MESZ): Roger Federer (3/CHE) - Tennys Sandgren (USA) 6:3, 2:6, 2:6. 7:6, 6:3 Novak Djokovic (2/SRB) - Milos Raonic (32/CAN) 6:4, 6:3, 7:6 So können Sie die Australian Open LIVE verfolgen: TV: Eurosport Livestream: Eurosport Player, DAZN Liveticker: SPORT1
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Barty macht nächsten Schritt Richtung Heim-Coup (Tue, 28 Jan 2020)
Publikumsliebling Ashleigh Barty hat auf dem Weg zu einem Heimsieg bei den Australian Open einen weiteren großen Schritt getan. Die 23 Jahre alte Australierin zog durch ein 7:6 (8:6), 6:2 gegen die Vorjahresfinalistin und Weltranglistenachte Petra Kvitova (Tschechien) ins Halbfinale ein. Dort trifft die French-Open-Siegerin von 2019 und derzeitige Weltranglistenerste auf Sofia Kenin (USA), die in Melbourne die Erfolgsgeschichte von Ons Jabeur (Tunesien) beendete. DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE Die in Moskau geborene Kenin (21) zog durch ein souveränes 6:4, 6:4 zum ersten Mal in das Halbfinale eines Grand Slams ein. "Ich spiele mit sehr viel Selbstvertrauen, ich bin so glücklich", sagte die Amerikanerin, die zuvor im Achtelfinale Tennis-Wunderkind Cori Gauff (USA) bezwungen hatte. Im vergangenen Jahr war sie ins Achtelfinale der French Open eingezogen, es war ihr bislang bestes Resultat bei einem Grand Slam.  Jabeur (25) hatte in Melbourne Geschichte geschrieben, nachdem sie als erste Frau aus der arabischen Welt in die dritte Runde bei einem Grand Slam eingezogen war. Auf dem Weg in die Runde der letzten Acht besiegte sie unter anderem die frühere Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (Dänemark), die nach dem Match wie angekündigt ihre Karriere beendete.
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Kerber visiert Fed-Cup-Teilnahme an (Mon, 27 Jan 2020)
Angelique Kerber hat sich nach ihrem Scheitern im Achtelfinale der Australian Open grundsätzlich zu einer Teilnahme an der Fed-Cup-Partie der deutschen Tennis-Damen am 7. und 8. Februar in Brasilien bereit erklärt. "Ich habe es geplant", sagte sie, schränkte jedoch ein: "Für mich ist erst mal Priorität, hundertprozentig gesund zu werden. Ich werde erst dann wieder auf den Platz gehen, wenn ich keine Schmerzen mehr habe und fit bin." Kerber laboriert seit dem Jahreswechsel zum wiederholten Male an Problemen mit der Muskulatur im linken Oberschenkel.
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Nadal wirft Kyrgios raus - auch Wawrinka weiter (Mon, 27 Jan 2020)
Die emotionale Reise des Publikumslieblings Nick Kyrgios bei den Australian Open ist zu Ende. Der 24 Jahre alte Australier scheiterte nach einem erneuten Spektakel im Achtelfinale von Melbourne am Weltranglistenersten Rafael Nadal. Der Spanier siegte mit 6:3, 3:6, 7:6 (8:6), 7:6 (7:4). "Es war ein hartes Match", sagte Nadal und ergänzte mit einem Lächeln: "Anfangs habe ich gedacht, ich habe das Match unter Kontrolle. Aber gegen Nick hat man nie etwas unter Kontrolle." Immer wieder angetrieben vom Publikum in der Rod Laver Arena raffte sich Kyrgios erneut zu einem körperlichen und mentalen Kraftakt auf.  "Wenn ich den dritten Satz geholt hätte, dann wäre ich ihm überlegen gewesen", betonte der 26. der Weltrangliste. Stattdessen musste er Nadal, mit dem er sich bislang auf und neben dem Platz kleine Scharmützel geliefert hatte, für dessen Siegeswillen loben: "Er hat big points besser gespielt als ich. Wie ein Champion, der er ist." Kyrgios bleibt sich treu Kyrgios wurde dennoch ein letztes Mal auch für sein großes Engagement in den vergangenen Wochen gefeiert. Nach dem Beginn der Brände in Australien hatte er die Aktion "Aces for Bushfire Relief" ins Leben gerufen, in den australischen Medien wurde dies als Wandel seiner Persönlichkeit interpretiert. "Ich habe Fortschritte als Mensch gemacht, ob ich welche als Tennisspieler mache, ist mir egal", sagte er dazu auf gewohnt schnoddrige Art. DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE Nadal trifft im Viertelfinale auf Dominic Thiem, dem die Trennung von Thomas Muster nicht zu schaden scheint. Der zweimalige French-Open-Finalist, dessen Zusammenarbeit mit der ehemaligen Nummer eins der Welt nur zwei Wochen gedauert hatte, zog durch ein 6:2, 6:4, 6:4 gegen Gael Monfils (Frankreich) als erster Österreicher seit Stefan Koubek vor 18 Jahren in die Runde der letzten Acht ein. Auch Wawrinka in der nächsten Runde Wie Nadal erreichte auch der Schweizer Stan Wawrinka das Viertelfinale des Grand-Slam-Turniers. Der Turniersieger von 2014 setzte sich bei den Australian Open in Melbourne in fünf Sätzen mit 6:2, 2:6, 4:6, 7:6 (7:2), 6:2 gegen den an Nummer vier gesetzten Daniil Medvedev (Russland) durch und trifft nun auf Alexander Zverev.  Bei den Frauen erreichten Simona Halep (Rumänien), Anett Kontaveit (Estland) und Garbine Muguruza (Spanien) zu Beginn der zweiten Turnierwoche das Viertelfinale. Die zweifache Grand-Slam-Siegerin Muguruza besiegte die an Nummer neun gesetzte Kiki Bertens (Niederlande) mit 6:3, 6:3. Sie trifft nun Anastassija Pawljutschenkowa (Russland/Nr. 30), Bezwingerin von Angelique Kerber.   Wimbledonsiegerin Halep gewann gegen Elise Mertens (Belgien) mit 6:4, 6:4. Die an Nummer 28 gesetzte Estin Kontaveit setzte sich gegen Iga Swiatek (Polen) mit 6:7 (4:7) 7:5, 7:5 durch. Halep und Swiatek treffen nun im Viertelfinale aufeinander.
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